
Die Fledermaus
Operette in drei Akten von Carl Haffner und Richard Genée,
Musik von Johann Strauß
Operette in drei Akten von Carl Haffner und Richard Genée
nach dem Vaudeville »Le Réveillon« von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
Musik von Johann Strauß
Kaum eine andere Operette hält der Gesellschaft indiskreter und gleichzeitig humorvoller einen Spiegel vor. Gesetze und Ehen werden mit leichter Hand gebrochen, zwanghaftes Amüsement und die Macht des Geldes verpuffen im Nichts feuchtfröhlicher Doppelmoral. Hier wird gewalzt, bis die Sohlen glühen, im rasanten Polkaschritt die eigenen Werte überholt und im melodienseligen Rausch der Melancholie gefrönt. Wenn eine Operette am Rand des Vulkans tanzen kann, dann die ungekrönte Wiener Königin dieses Genres: »Die Fledermaus« von Johann Strauß und seinen Textdichtern Carl Haffner und Richard Genée.
Der Satiriker Wolfgang Körner fasste die Handlung in seinem »einzig wahren« Operettenführer so zusammen: »Jeder macht mit jedem rum und alle landen im Knast – aber nicht deshalb!« Und damit ist eigentlich schon alles gesagt. Was in einer rauschenden Ballnacht beim chronisch gelangweilten Prinzen Alexander Orlofsky eskaliert, muss in der doch eher privaten Atmosphäre des örtlichen Gefängnisses schmerzhaft entwirrt werden, und zuletzt ist man (auch im Publikum) um viel mitreißende Musik, Situationskomik und einige Lebensweisheiten reicher: Wo Champagner in Strömen fließt, bleibt keine Kehle und kein Auge trocken.
Eine halbe Stunde vor jeder Vorstellung gibt es eine Videoeinführung im Oberen Foyer.
Premiere Sonntag, 2. Oktober 2022, 19.00 Uhr, Großes Haus
Matinée Sonntag, 25. September 2022, 11.00 Uhr, Foyer
Workshop Teil 1 Samstag, 24. September 2022, 17.45 Uhr (Treffpunkt Bühnenpforte)
Workshop Teil 2 Dienstag, 27. September 2022, 18.45 Uhr (Treffpunkt Bühnenpforte)
Altersempfehlung 10+
Dauer ca. 3 Stunden, eine Pause
Höreinführung
Musikalische Leitung
Panagiotis PapadopoulosMusikalische Leitung
Nikolaus HenselerInszenierung
Benjamin KünzelAusstattung
Heiko MönnichChoreografische Mitarbeit
Gaëtan ChaillyDramaturgie
Christian StolzLicht
Marcus DenkChoreinstudierung
Hendrik HaasRegieassistenz
Regieassistenz & Abendspielleitung
Eli EisenmannStudienleitung
Hendrik HaasMusikalische Einstudierung
Vincenzo De LuciaSoufflage
Uta GerdumInspizienz
Felix GoldbeckBesetzung
Media

Joshua Spink, Maria Rosendorfsky | Foto: Jochen Klenk
Pressestimmen
»Regisseur Benjamin Künzel hatte auch alles angerichtet für den ungetrübten Operettenabend: fröhliches Spiel, viele Gags und keiner unter Niveau. Es agiert ein wie aufgedrehtes Ensemble: Markus Francke als großkotziger Eisenstein; Maria Rosendorfsky als resolute Rosalinde, die Mann, Liebhaber und Bedienstete derb herumkommandiert und verführerisch singt; Maryna Zubko als Koloraturen-Kammerzofe Adele, zuständig für Spitzentöne. Martin Gäbler torkelt seriös als Gefängnisdirektor Frank. Hans-Günther Dotzauer, der Operetten-Altstar, hat ein furioses Comeback als stotternder Dr. Blind. Joshua Spink schmachtet als Tenor Alfred seine Rosalinde auch mit Elvis-Hits an: ›Love me tender‹. David Pichlmaier als der intrigierende Dr. Falke bei der Fledermaus-Rache wirft seinen Mantel um sich wie ein schleimiges Dracula-Double. I Chiao Shih lädt sich mit Furcht erregendem männlichen Alt als Orlofsky herrlich ihre Gäste ein. Ein Abend zum Vergessen – aber nur der Realität. Diese ›Fledermaus‹ läuft bestens als Unterhaltungsschlager.«
Jürgen Kanold // Südwest-Presse
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