
IM WEIßEN RÖSSL
Singspiel in drei Akten von Hans Müller und Erik Charell,
nach dem Lustspiel von Oskar Blumenthal und Gustav Kadelberg,
Gesangstexte von Robert Gilbert, Musik von Ralph Benatzky,
mit musikalischen Einlagen von Robert Gilbert, Bruno Granichstaedten, Robert Stolz und Hans Frankowski
Fassung »Bar jeder Vernunft«
»Im Weißen Rössl am Wolfgangsee, da steht das Glück vor der Tür.« Neben dem berühmten Gasthaus ist vor allem die »Rössl«-Wirtin Maria Gabriela Josepha Vogelhuber geborene Steinlechner eine wahre Attraktion. Resolut, fesch und soprangeschult verdreht sie neben ihren Gästen auch dem Zahlkellner Leopold den Kopf. Er findet: »Es muss was Wunderbares sein, von dir geliebt zu werden«, und die Wirtin findet das auch, meint damit aber den Berliner Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler. Es eifersüchtelt also gewaltig, auch weil der Herr Dr. Siedler ein Auge auf die Fabrikantentochter Ottilie geworfen hat und schamlos mit ihr das Duettieren pflegt: »Die ganze Welt ist himmelblau, wenn ich in deine Augen schau.« Nun gut, zumindest läuft beim ›Schönen‹ Sigismund und sei nem Klärchen alles rund, genauer: »Die Glatze ist schön und rund.« Ach ja, und dann kommt ja auch noch der Kaiser höchstpersönlich …
Herzschmerz, handfeste Komik, eine Fülle von unvergesslichen Melodien und Heimatfilm-Exotismus sind seit der Berliner Uraufführung 1930 die Grundzutaten des »Weißen Rössl«. Auch wenn Ralph Benatzky den Großteil der Musiknummern lieferte, waren viele andere Komponisten an der Revue-Operette beteiligt. Und jede Stadt entwickelte in den Jahren danach eine eigene Version des Werks, das es sogar bis an den Broadway schaffte.
Premiere
Samstag, 15. November 2025, 19.00 Uhr, Großes Haus
Matinée
Sonntag, 2. November 2025, 11.00 Uhr, Großes Haus
Vortrag
Sonntag, 1. März 2026, 11.00 Uhr, Foyer
Dauer ca. 2 Stunden 45 Minuten, inklusive einer Pause
Altersfreigabe [10+]
Maria Rosendorfsky (Josepha Vogelhuber, Wirtin) Henning Mittwollen (Leopold Brandmeyer, Zahlkellner) Markus Hottgenroth (Wilhelm Giesecke, Trikotagenfabrikant) Adele Schlichter (Ottilie, seine Tochter) Stephan Clemens (Dr. Otto Siedler, Rechtsanwalt) Vincent Furrer (Sigismund Sülzheimer) Gunther Nickles (Professor Dr. Hinzelmann) Anne Simmering (Klärchen, seine Tochter) Christel Mayr (Kaiser Franz Joseph II. / Der Piccolo) Silke Meier-Künzel (Kathi Weghalter, Briefträgerin) Helen Willis (21.11.2025)
Zusätzliche Rollen
Pressestimmen
»Beste, sehr reichhaltige Unterhaltungskost. Benjamin Künzel hat das Singspiel ›Im weißen Rössl‹ von Hans Müller und Erik Charell und der Musik von Ralph Benatzky im Großen Haus inszeniert: bunt, fröhlich, kitschig, witzig, albern, herzlich, durchdacht. [...] Maria Rosendorfsky ist die original-österreichische, resche Wirtin mit dem weichen Kern, die mit der Trillerpfeife ihre Truppe kommandiert und dann auch mal auf der Tuba die Basslinie pustet. Und als Sopranistin naturgemäß singend überragt. Aber auch das Schauspielensemble intoniert fein. [...] Das schwäbische Volk zeigte wahre Begeisterung und feierte das Ensemble, die Musik, den Chor, die Regie. ›Das ist der Zauber der Saison‹, singen sie ›Im weißen Rössl‹. Kann man operettenmäßig sagen. Vier Sterne, superior.«
Jürgen Kanold // Südwest Presse»Für das Ensemble des Ulmer Theaters sind da einige Paraderollen darunter. Die zupackende Wirtin, die ihrem Zahlkellner die Augen verdreht, ist der gebürtigen Wienerin Maria Rosendorfsky geradezu auf den Leib geschrieben. Gesanglich dominiert sie die Inszenierung [...]. Auch Markus Hottgenroth als Berliner Unternehmer, der lieber in Ahlbeck urlauben würde, und Stephan Clemens, der als rennradelnder Anwalt Dr. Otto Siedler die Happy Ends in Liebesdingen organisiert, glänzen. [...] Ein Teil des großen Schlussapplauses galt auch dem kleinen Orchester auf der Bühne, das unter der Leitung der von Vincenzo de Lucia am Klavier für die perfekt passenden Töne verantwortlich war.«
Franziska Wolfinger // Augsburger Allgemeine