Cavalleria Rusticana / Pagliacci
Dieses Stück wurde in der Spielzeit 2022/23 gespielt.

CAVALLERIA RUSTICANA / PAGLIACCI

Melodramma in einem Akt von Giovanni Targioni-Tozzetti und Guido Menasci
nach den »Scene popolari« von Giovanni Verga
Musik von Pietro Mascagni

Dramma in einem Prolog und zwei Akten Ruggero Leoncavallo
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Die Liebe ist eine Naturgewalt und die Eifersucht nicht weniger! Unter der glühenden Sonne Süditaliens kochen die Emotionen hoch: Eine alltägliche Dreiecksgeschichte verlangt nach tödlicher Konsequenz – und was zunächst nach einer typischen Komödie nebst gehörntem Ehemann aussieht, wird blutiger Ernst.

Die beiden Opern von Pietro Mascagni und Ruggero Leoncavallo sind regelrechte Aushängeschilder des italienischen ›Verismo‹, jener Opernausprägung, die nach größtmöglichem Realismus und äußerster ›Wahrheit‹ in den Geschichten der ›einfachen Leute‹ sucht. Seit der Uraufführung der »Pagliacci« im Jahr 1892 ist die kurze Oper fast untrennbar mit dem zwei Jahre älteren Einakter von Pietro Mascagni verbunden. Bei allen Unterschieden zwischen den beiden Werken ergänzen sie sich auf faszinierende Weise und bieten so neben melodisch überbordender Leidenschaft die knisternde Spannung von waschechten Opernkrimis!

Eine halbe Stunde vor jeder Vorstellung gibt es eine Videoeinführung im Oberen Foyer.

 

Premiere Donnerstag, 9. Februar 2023, 19.30 Uhr, Großes Haus

Matinée Sonntag, 5. Februar 2023, 11.00 Uhr, Foyer

Workshop Teil 1 Samstag, 28. Januar 2023, 17.00 Uhr (Treffpunkt Bühnenpforte)
Workshop Teil 2 Samstag, 4. Februar 2023, 9.45 Uhr (Treffpunkt Bühnenpforte)

Altersempfehlung 16+

Dauer circa 3 Stunden, eine Pause

Galerie
Trailer
Musikalische Leitung GMD Felix Bender (09.02., 15.02., 24.02., 08.03.,26.03., 01.04., 20.04.2023)
Musikalische Leitung Panagiotis Papadopoulos (26.02., 03.03., 10.03., 12.03., 18.03.2023)
Inszenierung Christian von Götz
Ausstattung Lukas Noll
Licht Kai Pflüger
Choreinstudierung Nikolaus Henseler
Dramaturgie Benjamin Künzel
Regieassistenz & Abendspielleitung Eli Eisenmann
Studienleitung Hendrik Haas
Nikolai Petersen
Musikalische Einstudierung Vincenzo De Lucia
Eunyoung Lee
Inspizienz Felix Goldbeck
Soufflage Uta Gerdum
Mit
I-Chiao Shih (Santuzza) Khatuna Mikaberidze (Santuzza (Einspringerin) am 03.03., 10.03.2023)Sarah Ferede (Santuzza (Einspringerin) am 12.03.2023)Markus Francke (Turiddu) Nadine Secunde (Mamma Lucia) Dae-Hee Shin (Alfio) Maria Wester (Lola) Milen Bozhkov (Canio) Aldo Di Toro (Canio am 01.04.2023, 20.04.2023)Maria Rosendorfsky (Nedda) Maryna Zubko (Nedda am 24.02., 26.02., 03.03.2023)Dae-Hee Shin (Tonio) Joshua Spink (Beppe) Young-Jun Ha (Zwei Bauern) Mykhailo Hnatiuk

Zusätzliche Rollen

Ulmer Spatzen Chor (Leitung: Hans de Gilde)
Opern- und Extrachor des Theaters Ulm
Das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm

Höreinführung

Pressestimmen

»Am Theater Ulm kam das Verismo-Doppel jetzt wieder in einer vor szenischer und musikalischer Energie explodierenden Lesart heraus. Das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm trifft den Nerv der Partituren. GMD Felix Bender verklammert die sich hetzende Überfülle von Leoncavallos Einfällen und das permanent sinnliche Fluidum, das sich dieser von Jules Massenet angeeignet hatte, zu sattem Drive. Ganz anders ist der Sound in ›Cavalleria‹: Bender drängt Mascagnis Blaskapellen-Tölpeleien, von anderen Dirigierenden oft schamhaft verdrängt, an die musikalische Oberfläche. Er hat keine Berührungsängste zu Mascagnis fast schlagerhaften Tongebilden. ›Cavalleria‹ ist ein Brutkasten der Banalitäten und dabei wirkungsmächtig genug, um Hörer zu umschmeicheln. Das Theater Ulm ist viel näher am Ungeist dieser beiden Opern als viele folkloristische Bilderbuch-Deutungen. Hier entsteht der dramatische Zündstoff allerdings nicht der Hitze einer mediterranen Sonne, sondern aus der dumpfen Schwärze des Menschseins.«

Neue Musikzeitung // Roland H. Dippel

»Wer heute ›Cavalleria rusticana & Pagliacci« als Doppel auf den Spielplan setzt, kämpft gegen fast unveränderliche Sehgewohnheiten und vor allem gegen die fast animalische Sättigung durch die Musik. Am Theater Ulm kam das Verismo-Doppel jetzt in einer vor szenischer und musikalischer Energie explodierenden Lesart heraus. In Ruggero Leoncavallos ›Pagliacci‹ (Mailand 1892) setzt Christian von Götz einen subversiven Schlusspunkt.«

Concerti // Roland H. Dippel

»Christian von Götz erzählt mitreißende Opern-Geschichten.Denn für von Götz ist ›Cavalleria rusticana‹, 1890 in Rom uraufgeführt, ein eminent politisches Stück. Das zeigt er als spannende, absolut nachvollziehbare, stringente, anklagende Geschichte. Generalmusikdirektor Felix Bender breitet den Verismo so präzise, geschmeidig wie klangschön und voller Emotionen mit den ausgezeichneten Philharmonikern aus.«

Südwest Presse // Jürgen Kanold

»Felix Bender und die Ulmer Philharmoniker spielen nun in Höchstform und gestalten bei allem Furor auch eher zurückgenommene Spezialsituationen wie die A-Dur-Gavotte mit ganz viel Fingerspitzengefühl. Der Chor klingt großartig. Und insbesondere der Tenor Milen Bozhkov, die Sopranistin Maria Rosendorfsky und der Bariton Oddur Jónsson sind als Canio, Nedda und Silvio eine Wucht.«

Heidenheimer Zeitung // Manfred Kubiak

»Generalmusikdirektor Felix Bender leitet konzentriert die Ulmer Philharmoniker, die beide Opern stark bewältigen, und der Auftritt von Sängerinnen der Ulmer Spatzen im Opern- und Extrachor ist eine Bereicherung. Verdiente Bravo-Rufe gibt es nach dem zweiten Teil für Milen Boshkov, und starken Applaus für Maria Rosendorfsky, die ganze Passagen der Inszenierung nass auf der Bühne steht, sowie für Dae-Hee Shin, der an diesem Abend den Marathon bewältigt, die großen Rollen des betrogenen Alfio und des körperlich behinderten Tonio zu singen.«

Neu-Ulmer Zeitung // Dagmar Hub

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