SPIELPLAN
Idomeneo [12+]
Dramma per musica in drei Akten
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Giambattista Varesco
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Kriegsheimkehrer Idomeneo gerät vor der Küste seiner Heimat in einen Sturm. Im Austausch für sein Leben verspricht er dem Meeresgott ein gewaltiges Opfer: den ersten Menschen, den er an Land trifft. Dass ihm ausgerechnet sein eigener Sohn Idamante am Strand entgegenläuft, entfacht Konflikte ungeahnten Ausmaßes. Wer hat das Sagen: die Götter oder die Menschen? Im Strudel der extremen Emotionen befinden sich oben- drein die kriegstraumatisierten Königstöchter Ilia aus Troja und Agamemnons Tochter Elettra. Beide lieben Idamante und sind zum Äußersten bereit.
Mit »Idomeneo« weckt der gerade einmal 25-jährige Wolfgang Amadeus Mozart 1781 neue Lebensgeister bei der totgeglaubten Form der Opera seria. Er experimentiert mit Orchesterfarben, besonderen Ansprüchen an die vokalen Möglichkeiten seines Ensembles, wertet den Einsatz des Chores auf und macht aus den antiken Figuren echte Charaktere aus Fleisch und Blut. Dabei erzählt er hochmodern die Geschichte von Vaterliebe, Sohnespflicht und der vermeintlichen Unausweichlichkeit göttlich bestimmten Schicksals: eine Hymne an Frieden und Menschlichkeit.
Kobie van Rensburgs originelle und faszinierende Bühnenästhetik, die mit Videoeinspielungen und KI spielt, begeisterte in Ulm schon bei »Lacrimae« und »Winterreise«.
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.
Bunte Fische überall [12+]
Nach dem Roman von Kathrin Schrocke
Bühnenfassung für das Theater Ulm von Charlotte Van Kerckhoven
Barnies Eltern sind alles andere als gewöhnlich und trotzdem total langweilig. Die 13-jährige wird nämlich von zwei Vätern aufgezogen, die allerdings sehr altmodisch sind. Zu Hause gibt es weder Flatscreen noch Applewatch, nicht mal eine »Alexa«. Statt des gewünschten iPads bekommt sie zum Geburtstag ein Notizbuch aus handgeschöpftem Papier. Ein Tagebuch etwa?
Zu erzählen gibt es auf jeden Fall eine Menge aus dem turbulenten Teenie-Leben, das aktuell von dem »Babybedenkzeit«-Projekt in der Schule dominiert wird. Zusammen mit ihrem Schwarm Sergej kümmert sich Barnie von jetzt an rund um die Uhr um eine Babypuppe. Dabei stellt sich heraus, dass Sergej doch nicht so cool ist, wie gedacht. Er ist skeptisch gegenüber ihren Vätern, seine Kumpels lehnen die Regenbogenfamilie sogar ab. Barnie ist hin- und hergerissen. Und dann taucht da plötzlich ihr Klassenkamerad Tore neben ihr im »SeaLife« auf ...
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.
Der Zauberer von Oz [5+]
Märchen nach der Erzählung von Lyman Frank Baum
Bühnenfassung für das Theater Ulm von Max Radestock
Als ein mächtiger Wirbelsturm die kleine Dorothy in das fantastische Land Oz mit seinen sonderbaren Bewohnern weht, muss sie neben ihrer Neugier auch jede Menge Selbstvertrauen aufbringen, um die Herausforderungen und Gefahren zu bestehen, die auf sie warten. Denn in dieser merkwürdigen Welt findet Dorothy nicht nur liebens- und bedauernswerte Gefährten — eine Vogelscheuche ohne Verstand, einen Blechmann ohne Herz und einen Löwen ohne Mut —, hier treiben auch Hexen ihr Unwesen. Um wieder nach Hause zu kommen, muss sie den großen Zauberer um Hilfe bitten. Auf der Suche nach dessen Schloss erkennen Dorothy und ihre neuen Freunde, dass Zusammenhalt und Gemeinschaft auch den Einzelnen stärker machen.
Mit seinem Kinderbuch »Der Zauberer von Oz« wurde Lyman Frank Baum 1900 über Nacht berühmt. Der Roman wurde als Musical adaptiert, prominent verfilmt, in zahlreiche Sprachen übersetzt. Nun sind die Abenteuer Dorothys und ihrer Kameraden in einer spannungsvollen und mitreißenden Fassung auf der Ulmer Bühne zu sehen.
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.
Giselle [12+]
Ballett in zwei Akten in der Choreografie von Annett Göhre Musik von Adolphe Adam
Es ist eines der berühmtesten Ballette überhaupt: »Giselle«. Die Geschichte um die junge Frau, welche den adligen Albrecht liebt und an gebrochenem Herzen stirbt, als sie erfährt, dass er einer anderen versprochen ist, bewegte Generationen von Ballettzuschauerinnen und -zuschauern. Die jugendliche Leidenschaft endet fatal, doch Giselle existiert weiter: als Geisterwesen in der Welt der sagenumwobenen Wilis.
Künftig steigt Giselle des Nachts als eine der rastlosen Seelen empor, welche vor ihrer Heirat starben und jeden, der ihnen begegnet, in einem Rausch des Tanzes ins Verderben stürzen. Wird es auch Albrecht treffen?
Die Wahnsinnsszene der Giselle am Ende des ersten Aktes ist legendär. Tanztheaterdirektorin Annett Göhre entwirft ihre eigene Bildwelt zu dem 1841 in Paris uraufgeführten Meisterwerk und fragt nach dem emanzipatorischen Gehalt der Wilis, die sich für ihren erlittenen Liebesbetrug — tanzend — an den Lebenden rächen. Die farbenreiche Musik Adolphe Adams wird live vom Philharmonischen Orchester der Stadt Ulm gespielt: ein romantisches, fantasievolles Tanzerlebnis.
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.
Fräulein Julie [14+]
von August Strindberg
Als August Strindberg 1880 sein naturalistisches Trauerspiel »Fräulein Julie« in nur 20 Tagen zu Papier brachte, konnte er wohl kaum erahnen, dass es sich zu seinem meistgespielten Theaterstück entwickeln würde.
Auch über 100 Jahre nach der Uraufführung — aufgrund von Zensurbestimmungen fand diese erst 1892 statt — fasziniert das Stück durch die provokative Betrachtung von Rollenerwartungen und sozialen Normen, persönlicher Identität und zwischenmenschlichen Beziehungen samt deren Zerbrechlichkeit.
Die junge Adlige Julie fühlt sich von den Erwartungen ihrer Umgebung eingeengt, völlig entgegen den Ansprüchen an ihr Geschlecht und ihren Stand flirtet sie mit dem deutlich älteren und ihr untergebenen Diener Jean. Der wittert die Chance auf den sozialen Aufstieg und kann den aufreizenden Avancen nicht lange widerstehen. Doch das Hinwegsetzen über den ihnen jeweils zugeschriebenen gesellschaftlichen Status bleibt nicht ohne Konsequenzen. Ein gefährlicher Kampf aus Verlangen, Macht und Unterwerfung entwickelt sich.
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.
La Bohème [12+]
Oper in vier Bildern Musik von Giacomo Puccini,
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem Roman »Scènes de la vie de bohème« von Henri Murger,
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Von Luft und Liebe allein oder gar von Kunst lebt es sich nicht problemlos oder lang — und auch nicht immer gut. Weil das Geld zum Heizen im Winter nicht reicht, verbrennt der Dichter Rodolfo seinen Dramenentwurf, bevor die Möbel an der Reihe wären. Auch seinen befreundeten Künstler und Studentenkollegen geht es nicht besser. Doch wo der erhoffte Verdienst in Rauch und Wärme aufgeht, lodert noch eine andere Flamme: die der Liebe. Die Näherin Mimi tritt in Rodolfos Leben und macht es wieder lebenswert. Aber das Glück ist von kurzer Dauer, denn Mimi ist krank.
»La Bohème« ist Giacomo Puccinis vierte Oper und neben seiner »Tosca« die bis heute erfolgreichste. Auch wenn die Uraufführung diesen Welterfolg noch nicht vorausahnen ließ, findet Puccini hier erstmals zu seiner wirklich eigenen und unverwechselbaren Musiksprache in Verbindung mit seinem untrüglichen Gespür für die Opernbühne. Mit »La Bohème« entfaltet er einen Bilderbogen des studentischen Künstlermilieus in Paris, in dem Glück und Leid erschreckend nahe beieinander stehen.
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.
Die Familie Schroffenstein [12+]
von Heinrich von Kleist
Rund 200 Jahre nach Shakespeare schreibt Heinrich von Kleist seine Version von »Romeo und Julia«. Im mittelalterlichen Schwaben sind die beiden Häuser der Familie Schroffenstein, Rossitz und Warwand, seit jeher verfeindet. Grund ist ein Erbvertrag, der besagt, dass beim Aussterben des einen Stammes dessen gänzlicher Besitz dem anderen zufällt. Ein ungeklärter Todesfall erschüttert das ohnehin fragile Gleichgewicht, Rachepläne werden geschmiedet. Einzig Agnes und Ottokar setzen der Gewalt ihrer Väter die Utopie ihrer Liebe entgegen. Für einen Moment scheint es, ihre Gefühlsgewissheit könnte die Familie versöhnen …
»Die Familie Schroffenstein« ist Heinrich von Kleists Debüt, emotionsgeladen, voller poetischer Sprachkunst, spannend wie ein Thriller. Vorurteile und Missgunst trüben den Blick auf die Wahrheit — mit tragischen Folgen. In einer Gegenwart, in der politische Brandstifter verbal aufrüsten, bereitwillig zu Mitteln des Krieges greifen und eine ›Wir zuerst‹-Mentalität propagieren, ist die Frage nach den Ursprüngen von Feindschaft und Abschottung dringlicher denn je. Ist Versöhnung möglich?
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.
Mephisto [15+]
Nach dem Roman von Klaus Mann
Bühnenfassung für das Theater Ulm von Malte Kreutzfeldt
Zwei Schauspielerkarrieren in den Wirren der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus: Der eine opfert seiner Laufbahn Freundschaften und politische Überzeugungen, der andere übt Widerstand und wird ermordet. Zwei Menschen, die bis zur Selbstaufgabe konsequent handeln im Guten wie im Üblen, entweder gewissenlos oder vom Gewissen geleitet: Es geht um den Balanceakt zwischen moralischem Anspruch und Erfolg, Integrität oder künstlerischer Erfüllung und Karriere. Und es wird die Frage gestellt nach der Verantwortung des Künstlers gegenüber der Gesellschaft, in der er lebt, nach der Funktion und Aufgabe des Theaters und den Wirkungsmöglichkeiten von Kunst.
Durch die biografische Nähe der Hauptfigur zum Schauspieler Gustaf Gründgens blieb Klaus Manns 1936 im Exil veröffentlichter Roman auch nach der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland lange Zeit verboten — ein skandalöser Umstand in der viel beschworenen demokratischen Meinungsfreiheit der Bundesrepublik.
Regisseur und Bühnenbildner Malte Kreutzfeldt setzte in Ulm mit Kafkas »Der Prozess« bereits einen anderen Klassiker der literarischen Moderne bildstark in Szene.
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.
Taxi nach drüben (UA) [12+]
Eine deutsch-deutsche Geschichte von Philipp Löhle
Auftragswerk für das Theater Ulm
Eigenes Taxiunternehmen, glückliche Ehe, zwei kleine Kinder: Für Helmut aus dem beschaulichen Westerstetten könnte es nicht besser laufen. Wären da nicht die Schulden, von denen er der Frau nichts sagt. Und wie er die tilgen will, das verheimlicht der Endzwanziger auch. Als er für eine Fahrt in den Osten gebucht wird, bieten ihm dort Stasi-Mitarbeiter an, gegen Bezahlung für den DDR-Geheimdienst Kasernen und Raketenstellungen rund um Ulm auszuspionieren. Ein zu heikles Geschäft, findet Helmut, und meldet diese Anwerbe-Aktion dem Verfassungsschutz in Stuttgart. Dort aber bestärkt man ihn, das Angebot anzunehmen, um so auch an Informationen über die Ost-Spionage zu gelangen. Innerhalb von 48 Stunden wird aus dem gutgläubigen Schwaben ein Doppelagent, der so fünf Jahre lang regelmäßig im Taxi nach Drüben fährt. Wiederum gegen gutes Entgelt und mit der Versicherung: »Wir passen auf Sie auf.« Doch darauf ist kein Verlass!
Philipp Löhle, einer der namhaftesten deutschen Dramatiker seiner Generation, nimmt sich für das Theater Ulm dieser deutsch-deutschen Geschichte an, die Parabel ist für das Einzelschicksal eines naiven ›kleinen Lichts‹ im großen ideologischen Kampf der Systeme.
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.
Bürgerbühne 10-15: Die Welle
nach dem Roman von Morton Rhue und dem Experiment von Ron Jones
Tyrannei und Diktaturen haben bei uns keine Chance, sind sich die Schülerinnen und Schüler einig. Dazu sitzen wir in unserer Demokratie zu fest im Sattel, meinen sie. Eine Wiederholung des NS-Regimes scheint also völlig abwegig.
Nicht ganz, meint ein junger Lehrer, der seine Klasse mit einem Experiment vom Gegenteil überzeugen will. Die Prinzipien Disziplin und Gehorsam halten von nun an Einzug in die Klasse. Mit Begeisterung und Überzeugung, sich zum ersten Mal als eine Gemeinschaft zu fühlen, verfechten die jungen Leute die neuen Ideale, auch um den Preis, diejenigen auszugrenzen, die sich der Bewegung nicht mit Feuereifer anschließen wollen.
Mit Lust, an die eigenen Grenzen zu gehen und spielerisch Extreme auszuloten, setzt sich die Bürgerbühne 10–15 in dieser Spielzeit mit dem Stück »Die Welle« auseinander. Kreativ begegnen die jungen Mitwirkenden dem brisanten Stoff und transportieren die Geschichte und die Figuren ins Heute.
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.
Bürgerbühne Musiktheater 15-25: Pathos in gelb (Arbeitstitel)
Operette in zwei Akten
Musik und Text von Ulrich Wiederspahn
Seit 2007 gehört das Konzept zum Spielplan am Theater Ulm: Operette mit Jugendlichen — nicht Musical, sondern eben jenes Genre, das man nicht so schnell mit jungen Menschen in Verbindung bringt. Hier ist das scheinbar Unmögliche möglich. Wir singen mit ungeschulten Stimmen klassische Musik: Stets mit einem Augenzwinkern und einer Extraportion Selbstironie.
Die Spielzeit 2025/2026 markiert einen bedeutsamen Moment in der Geschichte der Bürgerbühne Musiktheater: Wir spielen eine zeitgenössische Operette. Ja, so etwas gibt es. Ulrich Wiederspahn (*1998), selbst langjähriger Mitspieler und Musiker der Bürgerbühne, hat für das Genre Feuer gefangen und während seines Studiums eine wirkliche Operette (ein wenig im Stil der 1920er-Jahre) komponiert und auch das Libretto selbst verfasst. Eine stark eingedampfte Uraufführung mit einem kleinen, wunderbaren Laienensemble in Tübingen 2024 (in der Regie eines ebenfalls ehemaligen Bürgerbühnen-Mitspielers) hat uns von der Qualität des Stücks restlos überzeugt. Und wo, wenn nicht im ›Stammhaus‹ des jungen Autors, sollte eine komplette Aufführung dieser klugen und witzigen Operette stattfinden? »Pathos in Gelb« kommt nach Ulm! Operette ist ohne Zweifel jung — und sie hat etwas zu sagen.
Wer darf mitmachen? Alle, die zwischen 15 und 25 Jahre alt sind und die Lust und den Mut aufbringen, sich musikalisch und szenisch mitreißen zu lassen. Bei uns wird gesprochen, getanzt und gesungen. Muss man alles vorher nicht können, aber wollen!
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.
meins und deins und meins [3+]
von Anders Duus
Was mag wohl in dem kleinen Päckchen sein, das Haralsson von ihrer Freundin Blexten überreicht bekommt? Moment mal, das sind ja vier superschicke Schlipse. Ja, Schlipse, oder anders gesagt: Krawatten. Ein schmaler Stoff, den man sich um den Hals binden kann. Ein großartiges Geschenk! Weil Haralsson bei der Arbeit einen Schlips tragen muss. Und weil sie bis eben nur langweilige Schlipse hatte, die sie sich nicht umbinden wollte, dachte Haralsson, sie könne gar nicht mehr zur Arbeit gehen. Ein riesiges Glück also, dass Haralsson jetzt diese vier neuen Prachtstücke besitzt, mit denen sie sich voll Stolz auf den Weg zur Arbeit macht. Aber nicht nur Haralsson ist von den neuen Schlipsen begeistert. Der Hausmeister, ihr Kollege Fläder, die Chefin — alle sind sie voll Bewunderung und schaffen es, Haralsson die neuen -Kleidungsstücke abzuluchsen. Ohne einen einzigen Schlips und mit einem mulmigen Gefühl im Bauch kommt sie zurück nach Hause. Was wird Blexten wohl dazu sagen?
Sprachfertig und gewitzt untersucht Anders Duus, worin der Unterschied zwischen echter und falscher Groß-zügigkeit besteht, und erzählt von der Schwierigkeit, dem Druck der anderen zu widerstehen.
Wiederaufnahme
Sonntag, 29. September 2024, 15.00 Uhr, Oberes Foyer
Altersempfehlung 3+
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.
Bürgerbühne 15-22: Antigone
Bürgerbühne Schauspiel 15 - 22
Antiker Stoff neu erzählt
Polyneikes, der Bruder von Antigone, wurde umgebracht. Kreon bestimmt, dass der Landesverräter nicht begraben werden darf. Antigone kann aber nicht anders: Sie muss ihren Bruder beerdigen. Sie ist mit Kreons Gesetz nicht einverstanden und glaubt an die Richtigkeit ihrer Tat. Dafür muss sie sterben.
»Antigone«, das Theaterstück von Sophokles, ist fast 2500 Jahre alt. Was bedeutet die Geschichte für uns heute? Wann haben wir das Bedürfnis gegen Regeln zu verstoßen oder sind nicht einverstanden mit dem Gesetz? Wann glauben wir so fest an etwas, dass wir eine Strafe in Kauf nehmen würden? Wer sind die Antigones unserer Zeit? Gemeinsam begeben wir uns auf die Suche.
Wir spielen mit Sophokles’ Text und kombinieren ihn mit selbst erarbeiteten Texten. Ein Dialog zwischen unseren eigenen Ideen und der Tragödie Antigone entsteht. Wir freuen uns, Euch unsere "Antigone" im Podium zu zeigen.
Weitere Informationen, Termine und Tickets finden Sie auf der Stückseite.