Next Level – company in motion 2023
Dieses Stück wurde in der Spielzeit 2022/23 gespielt.

NEXT LEVEL – COMPANY IN MOTION 2023

Die Tanztheatercompagnie in Eigenregie

 

Im Jahr 2018 stellte Tanzdirektor Reiner Feistel den Mitgliedern der Compagnie eine Frage: »Was haltet Ihr davon, Eure eigenen Choreografien zu entwickeln?« Die Lust war da, und wie! Im Probensaal sprudelten die Ideen, eine Welle von Kreativität setzte neue Einfälle, Formen, Ausdrucksweisen und Facetten des Tanzes frei. »Company in motion« wurde dieses Format getauft und mittlerweile ist klar: das Publikum und die Beteiligten lieben es. Auch in der nunmehr fünften Ausgabe bleibt es seinem simplen Prinzip treu: Die Tänzerinnen und Tänzer entwickeln und proben gemeinsam mit ihren Kollegen choreografische Miniaturen – frei und in Eigenregie, nur ihren persönlichen Impulsen folgend. Liebestrunkene Pas de deux, aufrüttelnde politische Statements und barocke Retrospektive: Wenn die Compagnie mit ihren tänzerischen Kreationen die Bühne des Podiums erobert, ist vor allem Vielfalt das Programm. Welche Choreografien dieses Mal zu sehen sein werden, das bleibt bis zur Uraufführung eine Überraschung.
Nachdem die Choreografien der jungen Tanzkünstlerinnen und -künstler in der vergangenen Saison im verbindenden Bühnenbild einer U-Bahn-Station eine eindrucksvolle szenische Collage ergaben, wird es auch in dieser Spielzeit eine neuerliche Weiterentwicklung des Formats geben. Unter anderem wird erstmals eine längere Choreografie eines Ensemblemitglieds zu erleben sein. Die Compagnie ist schon gespannt. Sind Sie es auch?

 

Uraufführung Samstag, 11. Februar 2023, 19.30 Uhr, Podium

Soirée Dienstag, 31. Januar 2023, 18.00 Uhr, Podium

Altersempfehlung 14+

Dauer circa 1 Stunde 45 Minuten, eine Pause

 

»Treffpunkt: Meine Gedanken«
Choreografie: Maya Mayzel
Tanz: Gabriel Mathéo Bellucci, Maya Mayzel, Magnum Phillipy 

»Can Love be a Palindrome?«
Choreografie: Carmen Vázquez Marfil
Tanz: Alekseij Canepa, Carmen Vázquez Marfil


»Foggy Flower«
Choreografie: Seungah Park
Tanz: Gabriel Mathéo Bellucci, Edoardo Dalfolco Neviani

»R&B's of a Good Heart«
Choreografie & Tanz: Magnum Phillipy


»TravelNerds«
Choreografie: Alekseij Canepa
Tanz: Gabriel Mathéo Bellucci, Edoardo Dalfolco Neviani, Nora Paneva, Alba Pérez González, Carmen Vázquez Marfil

»Folk«
Choreografie: Alba Pérez González
Tanz: Gabriel Mathéo Bellucci, Alekseij Canepa, Maya Mayzel, Edoardo Dalfolco Neviani, Nora Paneva, Oliver Petriglieri, Magnum Phillipy, Carmen Vázquez Marfil

Galerie
Trailer
Direktor des Tanztheaters Reiner Feistel
Ausstattung Petra Mollérus
Licht Johannes Grebing
Dramaturgie Natalie Broschat
Choreografische Assistenz, Trainingsleitung, Abendspielleitung & Inspizienz Elena Lucas
Ballettrepetition Vincenzo De Lucia
Giordana Rubria Fiori
Eunyoung Lee

Pressestimmen

»Was ist der optimale Weg, um ans Ziel zu kommen? Fünf fleißig korrekte Schülerinnen und Schüler in Faltenrock oder kurzer Hose, mit Rucksack und Hornbrille, versuchen es mit der aufgefalteten Landkarte. Dann nehmen sie irre Fahrt auf: angetrieben zuletzt auch von einem imaginären Insektenschwarm und der Hochdruckmusik der rumänischen Kapelle Fanfare Ciocarlia. Der ›Asphalt Tango‹ für die ›Travelnerds‹ – das ist der Titel der komödiantischen Choreografie von Alekseij Canepa. Daniel Hatvani hat die Musik komponiert und fürs Tonband arrangiert: Geräusche, Perkussion, Elektro, zarteste klassische Klänge. Menschen kommen zusammen, wie aneinandergekettet, sie trennen sich wieder, liebevoll oder brutal. Am Ende gibt es nach Ritualen auch ein Opfer: umwickelt von Bändern. Alba Pérez González will zeigen, was Menschen und Gesellschaften auf dieser Welt im Tanz verbindet. Die 1991 geborene Spanierin zeigt das mit kreativem Potenzial. Überraschend mit klassischem Ballett auf Spitze, mit einer feinen Choreografie von Maya Mayzel beginnt der Abend: ›Treffpunkt: Meine Gedanken‹. Die Russin tanzt selbst sehr poetisch, zu Musik von Schostakowitsch und wie umgarnt von Gabriel Mathéo Bellucci und Magnum Philippy. Eine romantische Paar-Beziehung untersucht Carmen Vázquez Marfil mit Alekseij Canepa in ›Can Love be a Palindrom?‹. Und Seungah Park schickt in ›Foggy Flower‹ ihre Kollegen Bellucci und Edoardo Dalfolco Neviani zunächst in einen Pas-de-deux-Kampf mit Seil, aber es geht darum, auszubrechen, weiterzugehen, den Nebel zu verlassen. Und noch ein starkes Solo von Magnum Philippy, selbst choreografiert, sehr emotional, existenziell getanzt: ›R&B‘s of a Good Heart‹ mit der Stimme von Otis Redding. Ein betrunkener Mann wird aus der Bar geworfen, in die Gosse, und jetzt sucht er verzweifelt sich seines verlorenen Glücks zu besinnen. ›Next Level‹ ist ein abwechslungreicher Blick in die choreografische Werkstatt der jungen Tänzerinnen und Tänzer. «

Südwest Presse // Jürgen Kanold

»Das Format ist bekannt. Die Tänzerinnen und Tänzer des Theaters Ulm entwickeln bei ›Company in Motion‹ eigene Choreografien und gestalten daraus ein Programm. ›Next Level‹ lautet dabei das verbindende Motto in dieser Spielzeit, das den Compagnie-Mitgliedern viel Freiraum für ihre Ideen lässt und ihnen auch eine echte Möglichkeit gibt, ganz persönliche Erfahrungen getanzt auf die Bühne zu bringen. So wurde das nächste Level vielfach erreicht, auch was die Länge der Choreografien anbelangt. Alba Pérez Gonzalez hat erstmals ein längeres Stück für das Format entwickelt, das den zweiten Teil des Abends nach der Pause füllt. Ein Aufenthalt in Lateinamerika inspirierte die Spanierin zu ›Folk‹. In verschiedenen Szenen beleuchtet sie die Bedeutung von Festen und Ritualen für die Gesellschaft. Inspiration schöpft sie aus verschiedenen Kulturen, von baskischem Stocktanz bis Maya-Zeremonie. Erfahrungen aus seinem Leben verarbeitete auch Magnum Phillipy mit seinem sechsminütigen Solo, der den Applaus des Publikums sichtlich emotional entgegennahm. Die Verlockungen von Alkohol und das Bemühen, ihm zu widerstehen packt Phillipy in ›R&B’s of a good Heart‹ in einen wunderbaren spannenden Tanz. Eine komplette Liebesgeschichte in 11 Minuten erzählt Carmen Vázquez Marfil mit ›Can love be a Palindrome?‹ Vom leidenschaftlichen Kennenlernen mit starker körperlicher Anziehung bis Trennung, bei der die Tänzerin wieder lernen muss, allein zurechtzukommen. Ebenfalls um die Beziehung zwischen zwei Menschen geht es dann in ›Foggy Flower‹, choreografiert von Seungah Park. Zwei Tänzer sind verbunden durch ein Seil. Eine Verbindung, die auch jeweils Macht über den anderen verleiht, bis einer der beiden es schafft, sich zu lösen – ein getanzter Befreiungsschlag. Zum Einstieg wartet die Compagnie in Maya Mayzels Choreografie ›Treffpunkt: Meine Gedanken‹ mit ganz klassischen Ballettelementen auf. Zusammen mit Gabriel Mathéo Bellucci und Magnum Phillipy tanzt sie zur Musik von Shostakovich. Dafür, dass die Zuschauer gut gelaunt in die Pause entlassen wurden, sorgte Alekseji Canepa mit ›Travelnerds‹. Sechs Schüler verirren sich im Großstadtdschungel, die blecherne Stimme gibt – wer kennt es nicht? – widersprüchliche Anweisungen.«

Neu-Ulmer Zeitung // Franziska Wolfinger

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