Ariadne auf Naxos

ARIADNE AUF NAXOS

Oper in einem Aufzug nebst einem Vorspiel von Richard Strauss
Text von Hugo von Hofmannsthal

 

Was soll es heute sein: Heroische Oper oder beschwingte Musikkomödie? Tragödie oder Lustspiel? Antike oder Commedia dell'arte? Es wäre alles vorbereitet und quasi in den Startlöchern. Im Hause des reichsten Mannes in Wien wuselt es hinter den Kulissen, während der Hausherr seine Gäste mit leiblichen Genüssen und einem Hauch Kultur bei Laune zu halten versucht. Doch plötzlich fordert der reiche Kulturbanause das eigentlich Unmögliche: Tragische Antiken-Oper und derbes Lustspiel sollen zeitgleich stattfinden. Das spart Zeit und Nerven. Zumindest seine ...

Richard Strauss und Hugo Hofmannsthal legen direkt nach ihrem Senstationserfolg »Der Rosenkavalier« ihren nächsten Geniestreich vor. Zunächst ist »Ariadne auf Naxos« als virtuoses Nachspiel für Molières »Der Bürger als Edelmann« konzipiert, doch schon kurz nach der Uraufführung 1912 erweitern die Autoren das Werk um ein »Vorspiel auf dem Theater«. Hier trifft der Perückenmacher den Gott Bacchus, die Primadonna den Harlekin und der Komponist verliebt sich in die drohende Konkurrenz. »Musik ist eine heilige Kunst«, konstatiert er schließlich – und man möchte ihm nur zu gerne glauben schenken.

 

Workshop Teil 1 Samstag, 29. Januar 2022, 17.00 Uhr (Treffpunkt Bühnenpforte)

Workshop Teil 2 Samstag, 5. Februar 2022, 9.45 Uhr (Treffpunkt Bühnenpforte)

Matinée Sonntag, 30. Januar 2022, 11.00 Uhr, Foyer 

Premiere Donnerstag, 10. Februar 2022, 19.30 Uhr, Großes Haus

 

Dauer ca. 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause

Altersempfehlung 16+

 

Die behördlichen Vorgaben für Ihren Theaterbesuch finden Sie hier.

 

Galerie
Trailer
Musikalische Leitung GMD Felix Bender
Inszenierung & Ausstattung Hinrich Horstkotte
Licht Johannes Grebing
Dramaturgie Benjamin Künzel
Regieassistenz & Abendspielleitung Alma Gentile
Nachdirigat Levente Török (27.02., 11.03., 09.04., 03.06.2022)
Studienleitung Michael Weiger
Thomas-Michael Gribow
Inspizienz Felix Goldbeck
Soufflage Uta Gerdum
Mit
Susanne Serfling (Primadonna / Ariadne) I Chiao Shih (Der Komponist) Maryna Zubko (Zerbinetta) Markus Francke (Der Tenor / Bacchus) Martin Gäbler (Ein Musiklehrer) Benjamin Künzel (Der Haushofmeister) Hinrich Horstkotte (Der Haushofmeister am 24.04.2022 (Einspringer))Dae-Hee Shin (Harlekin) David Pichlmaier (Harlekin am 11.03.2022 (Einspringer))Takao Aoyagi (Scaramuccio / Der Offizier) Daniele Macciantelli (Truffaldin / Lakai) Joshua Spink (Brighella / Der Tanzmeister) Patrik Horňák (Brighella / Der Tanzmeister am 11.03.2022 (Einspringer))Joung-Woon Lee (Der Perückenmacher) Katarzyna Jagiełło (Najade) Eleonora Filipponi (Dryade) Maria Rosendorfsky (Echo) Catalina Bertucci (Echo am 18.06.2022 (Einspringerin))

Zusätzliche Rollen

Das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm

Höreinführung

Pressestimmen

»Insgesamt ist eine »Ariadne« zu erleben, die die künstlerischen Konflikte des Werks und seine Ironie plastisch vermittelt.«

Rüdiger Heinze // Orpheus

»In diesem Stück stehen die Deprimierten mit dem halb leeren Glas auf der Party des Lebens herum, wie vom Schicksal bestellt und nicht abgeholt. Die leichtfüßigen Hansdampfs feiern da schon am Küchenbuffet nebenan. Genau dieser Gefühls-Crossover mit Strauss glückt dem Theater Ulm. Eine Empfehlung, gerade für die Faschingszeit in einer Pandemie.«

Veronika Lintner // Neu-Ulmer Zeitung

»Man weiß nicht, ob Ariadne sich rollengerecht als Ariadne von Zerbinetta abwendet oder die Primadonna von ihrer Konkurrentin. Ein ironisches Treiben. Susanne Serfling jedenfalls singt die Ariadne groß, mit einem heroischen wie empfindsamen Sopran. Maryna Zubko erntet für das Koloraturenspektakel der Zerbinetta verdienten Szenenjubel – nicht die zwitschernde Lässigkeit, aber handfeste Virtuosität.«

Jürgen Kanold // Südwest Presse