Von morgens bis mitternachts

VON MORGENS BIS MITTERNACHTS

Schauspiel in zwei Teilen von Georg Kaiser

Die in Pelz und Seide gehüllte Dame, die in der Bank erscheint, riecht nach großer weiter Welt, nach Abenteuer und Leben. Da brechen beim Kassierer alle Dämme und er stiehlt 60.000 in Scheinen und Gold. Er flieht aus dem Käfig seines kleinbürgerlichen Alltags in – ja wohin jetzt? Anfangs berauscht vom purem Wissen um das begangene Verbrechen begreift der Kassierer in den nun folgenden Stationen des Dramas, dass Freiheit und Glück nicht zu erkaufen sind.
Der heute fast vergessene Georg Kaiser war zwischen 1922 und 1933 der meistgespielte Dramatiker Deutschlands. Mit lyrischer Wucht und unbefangenem Pathos stellt seine Prosadichtung »Von morgens bis mitternachts« die Frage nach dem Kern des Seins – der Held bäumt sich gegen die ihn beschränkende Gesellschaft auf und scheitert zuletzt doch an ihr. In Zeiten des unbegrenzten Individualismus lohnt eine erneute Auseinandersetzung mit dem Expressionismus, denn: Sind wir nicht doch eher im Wechselspiel mit der Welt zu verstehen denn als Einzelne?

Matinée Sonntag, 19. Mai 2019, 11 Uhr, Foyer des Theaters Ulm
Premiere Donnerstag, 23. Mai 2019, 20 Uhr, Großes Haus

InszenierungJasper Brandis

Termine

23/05/19DOGroßes Haus
20.00 / Premiere Prem AboSP Pr Abo
30/05/19DOGroßes Haus
19.00 Do AboSP Do Abo
01/06/19SAGroßes Haus
19.00 S1 AboSP S1 Abo
14/06/19FRGroßes Haus
20.00 F2 AboSP F2 AboGeAb
alle

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