
ORLANDO
Nach dem Roman von Virginia Woolf
Bühnenfassung für das Theater Ulm von Ronny Jakubaschk
Orlando erlebt den Wandel der Welt über vier Jahrhunderte. Aber nicht nur die Welt verändert sich. Die Geschichte des jungen Adligen beginnt im 16. Jahrhundert: Elisabeth I. wählt den gutaussehenden und intelligenten Lord als ihren Geliebten. Er wird als Diplomat nach Konstantinopel geschickt, wo er in soziale Unruhen und politische Umwälzungen gerät. Ein Fanfarenstoß verändert alles: Orlando erwacht als Frau.
Fortan lebt sie als Lady Orlando — kehrt zurück nach England, wird Dichterin, Liebende, Künstlerin und alleinstehende Mutter. Von den Zeichen des Alters verschont, dauert ihr Dasein bis ins 20. Jahrhundert. Immer wieder muss sie sich neuen Anforderungen an Frauen stellen.
Virginia Woolf widmete dieses Meisterwerk der literarischen Moderne ihrer Geliebten, der glamourösen Schriftstellerin Vita Sackville-West. Anhand der geschichtlichen Veränderungen demontiert die Autorin auf poetische und humorvolle Weise scheinbar Eindeutiges. Sie hinterfragt die binäre Ordnung der Geschlechter, gesellschaftliche Konventionen, die Beständigkeit von Macht und Status.
Premiere
Samstag, 17. Januar 2026, 19.30 Uhr, Podium
Soirée
Dienstag, 13. Januar 2026, 19.00 Uhr, Podium.bar
Altersfreigabe [15+]
Maurizio Micksch (Biograph / Orlando als Mann / Trompete / Kapitän / Der Großherzog / Nell / Marmaduke / Bonthorp Shelmedine Esquire) Adele Schlichter (Biograph / Orlando als Frau / Queen Elisabeth I / Prinzessin Sasha Romanowich / Die Drei Feen Reinheit, Keuschheit und Bescheidenheit / Großherzogin)
Pressestimmen
»Wie viele Selbste machen das Ich eines Menschen aus? [...] fragt Regisseur Ronny Jakubaschk das Publikum in seiner [...] Bühnenfassung des 1928 erschienen Virginia Woolf-Romans „Orlando“. Das tut er eindrucksvoll – ebenso wie Adele Schlichter und Maurizio Miksch im Podium in diesem fast zwei Stunden ohne Pause laufenden Zwei-Personen-Stück faszinieren können.«
Dagmar Hub // Augsburger Allgemeine»[E]in ungemein moderner Roman über Geschlechterrollen, die (homosexuelle) Liebe, Toleranz – und noch zig andere Themen. Das muss man erstmal auf die Bühne bringen! [...] Riesenkompliment an Micksch und Schlichter.«
Jürgen Kanold // Südwestpresse

