Terror
Dieses Stück wurde in gespielt.

TERROR

Schauspiel von Ferdinand von Schirach

Wer kennt das nicht aus zahlreichen amerikanischen Filmen und Serien: Anklage und Verteidigung halten im Gerichtssaal flammende Schlussplädoyers vor einer größeren Menge Freiwilliger, die anschließend über das Schicksal der oder des Angeklagten abstimmen und somit entscheiden – den so genannten Geschworenen. In Deutschland allerdings existieren diese Geschworenengerichte seit 1924 nicht mehr; lediglich als Schöffe kann man hierzulande ohne abgeschlossenes Jurastudium Einfluss auf Gerichtsurteile nehmen.
Nun allerdings ergibt sich für Sie die Möglichkeit, als vollständig verantwortliche Entscheidungsträger bei einem Rechtsspruch mitzuwirken: In Ferdinand von Schirachs Erfolgsstück steht ein Pilot der ­Bundeswehr vor Gericht, der ein von Terroristen gekapertes ­Flugzeug entgegen dem Befehl seines Vorgesetzten abschoss, um ein voll besetztes Fußballstadion zu retten. Und das Urteil fällen Sie!
Bereits im März 2017 sprachen die Besucher eines Gastspiels im Stadthaus Ulm den Angeklagten mehrheitlich schuldig. Wie entscheiden Sie sich?

Matinée Sonntag, 13. Januar 2019, 11 Uhr, Foyer des Theaters Ulm
Premiere Donnerstag, 17. Januar 2019, 20 Uhr, Großes Haus

Dauer 2 Stunden und 15 Minuten, Pause nach circa 1 Stunde 40 Minuten

Galerie
Trailer
Inszenierung Sarah Kohrs
Ausstattung Monika Gora
Dramaturgie Dr. Christian Katzschmann
Regieassistenz & Abendspielleitung Joshua Taylor
Mit
Fabian Gröver (Vorsitzender) Christel Mayr (Staatsanwältin Nelson) Jakob Egger (Angeklagter Lars Koch) Gunther Nickles (Verteidiger Biegler) Marie Luisa Kerkhoff (Zeugin Franziska Meiser) Stephan Clemens (Zeuge Christian Lauterbach)

Zusätzliche Rollen

Statisterie des Theaters Ulm

Audio-Kommentar

Pressestimmen

»Interessant ist „Terror“ auf der theatralen Ebene – weil die Prozess-Illusion nur dann funktioniert, wenn das Geschehen auf der Bühne möglichst realistisch und die Darsteller glaubhaft agieren. Und das gelingt dem Ulmer Ensemble hervorragend: Jakob Egger als prinzipientreuer Pilot ist ein Strebertyp, der keine Emotionen zeigt, Marie Luisa Kerkhoff als Witwe eines Abschussopfers berührt mit trauriger Gefasstheit. Die etwas fahrige Staatsanwältin Christel Mayr und der selbstdarstellerische Verteidiger Gunther Nickles schaffen es, mit ihren Plädoyers die Schöffen in ihren Bann zu ziehen, Fabian Gröver ist als resoluter Richter überzeugend wie immer. Beeindruckend auch, wie Stephan Clemens als Oberstleutnant im Zeugenstand militärische Korrektheit und Angespanntheit zusammenbringt.«

Marcus Golling // Schwäbische Zeitung

»Nicht einfach also, unvoreingenommen diesem Fall zu begegnen, aber es lohnt sich auch in Ulm, wo Monika Gora nicht einfach einen realistischen Schwurgerichtssaal nachgebaut hat, sondern eine dezent expressionistisch aufgeschlitzte Bühne zeigt, auf der sich die Akteure gegenübersitzen und eine Live-Kamera die Personen auf der Zeugen- und Angeklagebank auf eine Leinwand zoomt – die Welt ist sichtbar in Unordnung.«

Jürgen Kanold // Südwest Presse