Eins, zwei, drei

EINS, ZWEI, DREI

Ein Spiel in einem Akt von Ferenc Molnár

Endlich Urlaub! Bankpräsident Norrison kann es kaum erwarten, mit seiner Familie einige ruhige Tage in den Bergen zu verbringen. Kurz vor der geplanten Abfahrt jedoch kommt Lydia, die ihm anvertraute Tochter eines Geschäftsfreundes, mit mehreren Überraschungen im Gepäck zu ihm: Erstens hat sie vor vier Monaten heimlich geheiratet, zweitens ist der betreffende Ehemann ein namenloser Taxifahrer und drittens treffen ihre Eltern in genau einer Stunde ein, um den Schwiegersohn kennen zu lernen. Norrison befürchtet wie Lydia eine Katastrophe inklusive Herzinfarkts ihrer Mutter und beginnt ein unmöglich erscheinendes Unterfangen: in einer Stunde aus dem bettelarmen Anton einen repräsentativen Erben mit vorzeigbarer Anstellung zu machen.

Der gleichnamige Film aus dem Jahr 1961 unter der Regie von Billy Wilder ist, vermutlich auch wegen der beiden Mitwirkenden Liselotte Pulver und Horst Buchholz, bekannter als die Vorlage des Ungarn Ferenc Molnár, die 1929 uraufgeführt wurde. Mit Tempo, Witz und akrobatischer Sprachkomik persifliert diese Gesellschaftskomödie nicht nur den hektisch-betriebsamen amerikanischen Unternehmergeist, sondern legt — wie wenige vergleichbare Unterhaltungsstücke — Erzähl- und erzählte Zeit übereinander. Während des rasanten Verwandlungsstücks, bei dem Norrison den Takt vorgebend sein Figurenensemble herumdirigiert, bemerkt man daher oftmals erst mit leichter Verzögerung, zu welch geschliffenen Spitzen und abgefeimten Paraden die Akteure sich gegenseitig treiben.

Altersempfehlung 12+

Dauer ca. 2 Stunden 15 Minuten, eine Pause

Nacheinlass ca. 10 Minuten nach Beginn

 

Matinée Sonntag, 12. Januar 2020, 11 Uhr, Foyer des Theaters Ulm

Premiere Donnerstag, 16. Januar 2020, 20 Uhr, Großes Haus

Galerie
Trailer
Inszenierung Sascha Nathan
Ausstattung Richard Fulton
Musik Rodriguez Muchacho
Dramaturgie Stefan Herfurth
Regieassistenz & Abendspielleitung Joshua Taylor
Mit
Gunther Nickles (Norrison) Frank Röder (Sekretär) Nicola Schubert (Lydia) Rudi Grieser (Anton Fuss) Christel Mayr (Fräulein Brasch / Fräulein Kuno / Fräulein Petrowitsch / Fräulein Posner / Graf Dubois-Schottenburg, Lagerverwalter) Tini Prüfert (Fräulein Brasch / Fräulein Kuno / Fräulein Petrowitsch / Fräulein Posner) Stephan Clemens (Justizrat Dr. Pinsky / Dr. Wolff / Schmidt, Schneider) Benedikt Paulun (Herr Ciring / Dr. Faber, Arzt / Generaldirektor Felix)

Zusätzliche Rollen

Statisterie des Theaters Ulm:
Jürgen Scheffer (Herr Osso)

Audio-Kommentar
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