Vortrag: Im Weißen Rössl

VORTRAG: IM WEIßEN RÖSSL

»Vom ›Weißen Rößl‹ zur ›Maske in Blau‹. Die Operette zwischen Weimarer Republik und Drittem Reich«

Wie kein anderes Genre ist die Operette ein Seismograph ihrer Epoche, besonders in Umbruchsepoche wie Ende der 1920er, Anfang der 1930er Jahre in Berlin. Da gibt es opernhafte lyrische Operetten von Franz Lehár – wie »Das Land des Lächelns« mit dem Tenor Richard Tauber, da gibt es chansonhafte musikalische Lustspiele wie »Eine Frau, die weiß, was sie will« von Oscar Straus mit der Diva assoluta Fritzi Massary, Filmoperetten wie »Die drei von der Tankstelle« oder große, jazzige Revue-Operetten wie Paul Abrahams »Blume von Hawaii« und Ralph Benatzkys »Im weißen Rößl«.

Die meisten dieser Werke waren wegen ihrer jüdischen Autoren zwar in Nazi-Deutschland verboten, doch lebten sie weiter – im Kopf des Publikums und im Repertoire, wo Operetten wie Nico Dostals »Clivia« oder Fred Raymonds »Maske in Blau« daran anknüpfen.
Dr. Stefan Frey – einer der kundigsten Experten und Forscher auf dem Gebiet der Operette – lässt die Jahre 1928 bis 1937 in seiner bunten, kulturhistorischen Präsentation – amüsant und nachdenklich zugleich – Revue passieren.

Termin
Sonntag, 1. März 2026, 11.00 Uhr, Foyer