Halb & Halb

HALB & HALB

Unerwartetes, Irritierendes, Faszinierendes – bei »Chapeau« zeigen Ensemblemitglieder eigene künstlerische Formate – von der Performance über die szenische Lesung, das Hörspiel bis zum Liederabend – und überraschen Kollegen und Publikum mit der Fülle ihrer gestalterischen Möglichkeiten. Sie zahlen dabei genau so viel, wie Sie möchten. »Chapeau« ist eine Einladung, auch zu späterer Stunde unternehmungsfreudig Neues zu entdecken und sich auf Ungewöhnliches einzulassen: Eine Bereicherung des Ulmer Nachtlebens, u.a. am:

»Halb & Halb«
von Daniel Keene

„ich habe mir einen zum bruder gemacht und der warst du“
Mikrokosmos Familie: ein Geäst aus Erwartungen und Enttäuschungen, Neid, Ablehnung und Liebe. Frühe Erinnerungen, gefärbt von Wünschen, Ängsten und Kinderaugen, beeinflussen uns nachhaltig. In Daniel Keenes „Halb & Halb“ begegnen sich zwei Geschwister. Sie, Anfang 20, wohnt im Haus der seit mehreren Jahren verstorbenen Mutter. Er, Ende 30, hatte dieses Haus verlassen, als seine Schwester noch ein Kind war. Nun steht er eines Abends vor der Tür. Obwohl sie einander kaum kennen, haben beide doch ziemlich konkrete Bilder vom anderen, subjektive Erinnerungen sind zu Wahrheiten geworden, die sich nun gegenüberstehen. Im Zwiespalt zwischen Selbstschutz durch Verdrängung und dem Wunsch nach Aufarbeitung wächst langsam eine Art Verständnis füreinander - eine zarte Pflanze, mit der behutsam umgegangen werden muss.

InszenierungDeborah Krönung