1. PHILHARMONISCHES KONZERT

HECTOR BERLIOZ
Harold en Italie — Sinfonie, op. 16

MAURICE RAVEL
Shéhérazade — Ouverture de féerie

CHARLES TOURNEMIRE
3. Sinfonie, D-Dur, op. 43 — »Moskauer Sinfonie«

Es gibt viel zu entdecken in der französischen Musikgeschichte! Von Hector Berlioz kennt man gemeinhin die berühmte »Symphonie fantastique«. Wie wäre es aber mal mit der nicht minder fantastischen Reise durch das Land der Sehnsucht in »Harold en Italie«? Kein Geringerer als der große Paganini gab 1834 den Anstoß zu dieser Komposition, die neben literarischen Vorbildern auch autobiografische Szenen aus Berlioz’ dreijährigem Italienaufenthalt in Töne verwandelt.
Und es muss auch nicht immer der »Bolero« sein, wenn Maurice Ravel auf dem Spielplan steht. Zweimal hat sich Ravel mit den Märchen aus »1001 Nacht« beschäftigt und zwei Varianten der »Shéhérazade« vorgelegt. Zum Beispiel in seinem ersten Orchesterwerk überhaupt: der Ouvertüre zu einer nie fertig komponierten Märchenoper. Den krönenden Abschluss dieses außergewöhnlichen Konzerts macht der ›französische Bruckner‹ und Ravel-Zeitgenosse Charles Tournemire. Im Zuge der posthumen Uraufführung seiner Oper »La Légende de Tristan« in Ulm rufen die Philharmonikerinnen und Philharmoniker auch den großen Sinfoniker ins Gedächtnis.

Filip Saffray-Eberwein studierte an der Musikhochschule Karlsruhe bei Albrecht Breuninger Violine und parallel dazu Bratsche bei Johannes Lüthy. Beides schloss er mit Auszeichnung ab. Konzerterfahrungen sammelte er u.a. als Stipendiat der Internationalen Ensemble Modern Akademie, mit der er im Rahmen der »49. internationalen Ferienkurse für neue Musik Darmstadt« konzertierte und 2010 unter der Leitung von Péter Eötvös auf Ensemble Modern Orchestra Tour war. Seither tritt er regelmässig mit dem Ensemble Modern, sowohl als Bratschist als auch als Violinist, auf und hat diverse Kompositionen uraufgeführt. Er hat mit Dirigenten wie Johannes Kalitzke, Hans Zender, Matthias Pintscher, Brad Lubman, Friedrich Cerha und Jonathan Nott gearbeitet. Er spielt als Aushilfe u.a. mit der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz und dem Tonhalle Orchester Zürich.
Im Bereich der Kammermusik trat Saffray-Eberwein u.a. mit Augustin Dumay, László Fenyö, Martin Ostertag, Albrecht Breuninger und Sergey Khatchatrian auf.
Als Solist trat Saffray-Eberwein zuletzt 2016/17 mit dem Sinfonie Orchester Biel Solothurn (SOBS) in einem Konzert als Violinist (Ravel: »Tzigane«) und Bratschist (Martinů: »Rhapsodie für Viola und Orchester«) auf sowie beim renommierten »Festival de Musique de Besançon« mit P. Hersants »Viola Concerto«.
Seit der Saison 2013/2014 ist Filip Saffray-Eberwein Solo-Bratschist des Sinfonie Orchesters Biel Solothurn und war in der Saison 2018/19 Solo-Bratschist des Sinfonie Orchesters St. Gallen.

Matinée Sonntag, 6. Oktober, 11 Uhr, Foyer des Theaters Ulm

 

Das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm