5. Philharmonisches Konzert
Dieses Stück wurde in der Spielzeit 2018/19 gespielt.

5. PHILHARMONISCHES KONZERT

 

Claude Debussy
Trois Nocturnes

Maurice Ravel
La Valse

Camille Saint-Saëns
3. Violinkonzert, h-Moll, op. 61

Das obligatorische Konzert mit französischer Musik steht diesmal am Ende der Spielzeit. Von Camille Saint-Saëns kennt man hauptsächlich den »Karneval der Tiere« oder seine Oper »Samson et Dalila«. Aber wie sieht es mit seinem »3. Violinkonzert« aus? Im ausgehenden 19. Jahrhundert schreibt der Komponist dieses melodienreiche, harmonisch effektvolle und zugleich zauberhafte Solokonzert für den Stargeiger Pablo de Sarasate. In Ulm ist die Besetzung nicht weniger sensationell: die Solistin Maya Wichert. Seit einigen Jahren begeistert sie durch ihr tief emotionales Spiel, technische Brillianz und ihre außergewöhnliche Austrahlung. Sie ist vielfache Preisträgerin, obwohl noch Studentin an der Münchner Hochschule für Musik und Theater. Und, ach ja, sie ist gerade mal knapp 13 Jahre alt.

Auf der Schwelle ins 20. Jahrhundert zeigt sich bei Saint-Saëns' Komponistenkollegen klangvolle Experimentierfreude. Claude Debussy lässt in seinen »Nocturnes« instrumentale und vokale Elemente verschmelzen. So werden plötzlich die Lichtbrechungen des Mondscheins auf den Meereswellen vor dem inneren Auge sichtbar, während der Zuhörer glaubt, die Sirenen singen zu hören. Die Allgegenwart des Maschinenzeitalters nutzt der Komponist des berühmten »Bolero« auf humorvolle Weise: Er dreht die Kurbel des imaginären Orchester-Anlassers bis zum Anschlag auf und lässt dann plötzlich los – eine irrwitzige Hommage an Johann Strauß mit dem konsequenten Titel »La Valse«. Saint-Saëns, Debussy und Ravel – drei Klangmagier treffen aufeinander!

Galerie
Solo-Violine Maya Wichert

Weitere Mitwirkende

Das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm
Damen des Opern- und Extrachores des Theaters Ulm