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HERZRAGOUT MIT SAHNE

Was haben Vicky Leandros, Benedetto Marcello, Zarah Leander und Paso Doble gemeinsam? Richtig: die Liebe mit all ihren Hochs und Tiefs, das zentrale Thema des modernen Menschen seit der Erfindung der Romantik. Leidenschaft, Dauerhaftigkeit, Individualität: die Erwartungen und Überfrachtungen an und von Beziehungen sind hoch. Im postromantischen Spätkapitalismus ist die Liebe zudem zur Leistungsschau geworden. 

In dem Liederabend »Herzragout mit Sahne« untersuchen zwei Frauen: wo ist ihr Platz in diesem unübersichtlich gewordenen Feld der Liebe? Etwa in der Ehe? Im Alleinsein? Oder ganz woanders? Wo ist die Romantik hin? Welche Rollenzuschreibungen und -erwartungen gefallen ihnen? Und welche nicht? In diesem Fragenreigen werden Songs zu Antwort- und Daseinsmöglichkeiten, die sich die Figuren an- und ausziehen, benutzen und verwerfen. 

Die Schauspielerinnen Nicola Schubert und Karoline Stegemann loten das Genre des szenischen Liederabends aus: Schauspiel, Konzert, Lesung, Diskursives – so entsteht ein mitunter grenzgängerisches, eigenwilliges Musiktheaterstück. Von Albernheiten bis Tiefgang. 

Nicola Schubert (Theater Ulm) und Karoline Stegemann (Staatstheater Augsburg) studierten Theaterwissenschaft, bevor sie an der HfMDK Frankfurt als Schauspielerinnen ausgebildet wurden. Als Kollektiv beschäftigen sie sich mit der Frage, wie sie – zu ganz unterschiedlichen Themen – ihr Faible für sowohl akademische Theorie als auch klassisches Bühnenhandwerk theatral-sinnlich zusammenbringen können. Jens Blockwitz studierte Diplommusikpädagogik in Potsdam und Boston. Er arbeitet als Dozent, Sänger und Komponist, unter anderem am Theater Ulm bei der Produktion »Aufstieg und Fall des Uli H. - Eine deutsche Wurstiade« .

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Karoline Stegemann
Jens Blockwitz